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Lexikon A-Z

ISO 9000ff

Qualitätsmanagement-System, in Form einer DIN-Norm zur Qualitäts-Sicherung in einem Unternehmen. Komplette Bezeichnung DIN EN ISO 9000ff.

ISO/GLPP-Protokollierung

In Qualitätssicherungssystemen werden Ausdrucke von Wägeergebnissen (Rohwerte) sowie Ausdrucke der korrekten Waagenjustierung unter Angabe von Datum und Uhrzeit, sowie der Waagen- Identifikation verlangt.

Justieren

Exaktes Einstellen einer Messgröße eines Messgerätes (z.B.Waage) durch einen fachmännischen Eingriff in das Messsystem.

Justieren des Wägebereiches einer Waage

Entweder mit dem Prüfgewicht extern über das Justierprogramm (CAL), oder mit der internen Justierautomatik bzw. Justierschaltung. Notwendig bei Temperaturänderungen, veränderten Umgebungsbedingungen, Ortsveränderungen usw.

Kalibrieren

Feststellen der Richtigkeit einer Messgröße eines Messgerätes (z.B. Waage) ohne Eingriff in das Messsystem. Beispiel: Prüfen einer Waage durch Auflegen eines Prüfgewichtes. Der Begriff Kalibrieren wurde früher auch für das Justieren verwendet.

Kalibrierschein oder Kalibrierzertifikat

Dokumentiert die messtechnischen Eigenschaften einer Waage oder eines Gewichtes, sowie die Rückführbarkeit auf das nationale Normal.

Kapazitätsanzeige

Ein ansteigendes Leuchtband im Display einer Waage zeigt den belegten und noch verfügbaren Wägebereich an. Schützt vor unbeabsichtigter Überschreitung des Wägebereiches.

Karat, metrisch

Ein Karat, metrisch 1 ct = 0,2 g. Es wird bei der Gewichtsbestimmung von Edelsteinen verwendet.

Kennlinie einer Waage

Grafische Darstellung der Gewichtsanzeige einer Waage unter Belastung mit Prüfgewichten. von Null bis zur Höchstlast. Aus dem Kennlinienverlauf lassen sich Rückschlüsse auf die Waagen-Genauigkeit ziehen.

Konformitätsbescheinigung

Die Übereinstimmung von eichfähigen Waagen mit der Bauartzulassung wird vom Eichamt (Benannte Stelle) durch die Ausstellung der Konformitätsbescheinigung im Zuge der Eichung dokumentiert.

Konformitätserklärung

Die Konformitätserklärung dokumentiert, dass ein Erzeugnis den EG-Richtlinien entspricht. Bei elektronischen Waagen immer in Verbindung mit dem CE-Kennzeichen. Die Konformitätserklärung ist bei KERN in der Bedienungsanleitung abgedruckt.

Konventioneller Wägewert eines Gewichtsstückes

Wirkung eines Gewichtsstückes auf eine Waage unter folgenden idealisierten Bedingungen: Werkstoffdichte des Gewichtes 8000kg/m³, Bezugstemperatur 20°C, Luftdichte bei der Messung 1,2 kg/m³. Siehe auch Luftauftrieb Der konventionelle Wägewert vereinfacht sehr genaue Wägungen, da nunmehr Schwankungen der Luftdichte bis zu +/- 10% rechnerisch nicht berücksichtigt werden müssen. Er hat sich weltweit durchgesetzt. Sämtliche Gewichte von KERN sind auf den konventionellen Wägewert justiert.

Linearität / Richtigkeit

Größte Abweichung der Gewichtsanzeige einer Waage zum Wert des jeweiligen Prüfgewichts nach Plus und Minus über den gesamten Wägebereich.

Messunsicherheit einer Waage (=Messgenauigkeit)

Sie wird individuell für jede Waage nach einem genau festgelegtem Prüfverfahren ermittelt und im Kalibrierschein dokumentiert. Sie hängt von verschiedenen waageninternen und externen Faktoren ab. Die Messunsicherheit steigt mit zunehmender Belastung der Waage.

Mindestlast (Min)

Untere Grenze des eichfähigen Wägebereiches. Sie ist auf dem Eichschild vermerkt. Die Funktion der Waage ist auch unterhalb der Mindestlast gegeben.

Prüfgewicht extern (früher Kalibriergewicht)

Dienst zur Einstellung oder Überprüfung der Waagengenauigkeit --> Justieren des Wägebereiches. Das externe Prüfgewicht kann jederzeit, auch nachträglich DAkks zertifiziert werden.

Prüfgewicht intern

Wie externes Prüfgewicht, jedoch in die Waage eingebaut und motorgetrieben.

Prüfgewichte-Genauigkeitsklassen

E2 Genauste Prüfgewichte für hochauflösende Analysewaagen der Eichklasse I
F1 Feingewichte für Analysenwaagen der Eichklasse I
F2 Prüfgewichte für sehr genaue Präzisionswaagen der Eichklasse II
M1 Präzisionsgewichte für Industrie- und Handelswaagen der Eichklasse III

Prüfmittelüberwachung

Im Qualitätsmanagement-System gemäß ISO 9000ff, GLP u.a. gefordert. Messmittel (z. B. Waagen) und Prüfmittel (z. B. Prüfgewichte) müssen in definierten Intervallen auf Ihre Richtigkeit überprüft (kalibriert) werden.

Referenzgewicht

Repräsentatives Teilegewicht bei der Stückzählung gleicher Teile. Wird aus der Durchschnittsbildung mehrerer Teile gewonnen. Die Referenzstückzahl ist die gewählte Zahl von Teilen, um das Referenzgewicht zu ermitteln. Meist zwischen 10 und 50 Stück. --> Stückzählen.

Rekalibrieren

Periodisches Nachmessen von Messmitteln/Prüfmitteln (z. B. Waagen/Prüfgewichte) zur Überwachung seiner Richtigkeit.

Reproduzierbarkeit (=Standardabweichung)

Maß der Übereinstimmung bei Wiederholungsmessungen (z. B. Waage) unter denselben Bedingungen. Meist 1 d oder kleiner. Qualitätsmerkmal.

Rückführbarkeit auf das nationale Normal

Die Norm ISO 9000 verlangt, dass alle Prüfmittel (z. B. Prüfgewichte) mit dem amtlichen Normal laut definierter Toleranz übereinstimmen.

Schutzart IP

Je höher die Nummer, desto weniger dringt Schmutz oder Feuchtigkeit in ein Waagengehäuse ein. IP 54 ist staub- und wasserresistent. IP 67 ist staub- und wasserdicht.

Stückzählen von Einzelteilen

Man wiegt z. B. 10 gleiche Teile; die Referenzstückzahl ist 10. Nun bildet die Waage automatisch das Durchschnittsgewicht je Teil. Ab jetzt werden die zu zählenden gleichen Teile sofort in Stück angezeigt. Hier gilt: Je höher die Referenzstückzahl, desto größer die Zählgenauigkeit.

Summieren

Beliebig viele Einzelwägungen werden automatisch zu einer Gesamtsumme addiert, zum Beispiel alle Einzelwägungen einer Charge.

Tara ist subtraktiv

d. h. der verfügbare Wägebereich wird um die Tara verkleinert. Beispiel: Wägebereich einer Waage Max 6000 g, Tara (=Behälter) 470 g; verfügbarer Wägebereich 5530 g.

Tarieren automatisch

Beim Aufsetzten des Tara-Behälters zeigt die Waage sofort Null. Spart Zeit.

Wägebereich Max

Arbeitsbereich der Waage. Die Waage ist bis zum angegebenen Gewichtswert als obere Grenze belastbar.

Wägen mit Toleranzbereichen

Obere und untere Grenzwerte werden individuell programmiert. Grenzwerteingabe in Gramm, Stück oder % üblich. Bei Toleranzkontrollen wie Dosieren, Portionieren oder Sortieren zeigt die Waage die Über- oder Unterschreitung der Grenzwerte an.

Windschutz

Notwendig bei Waagen mit Ablesung d<= 1 mg; um störende Luftbewegungen fernzuhalten.

Zertifikat

Siehe unter Kalibrierschein

Zulässige Umgebungstemperatur

Bei Über- bzw. Unterschreitung sind Messfehler möglich. Sie ist bei eichfähigen Waagen auf dem Kennzeichnungsschild angegeben.

Zweibereichswaage

Der gesamte Wägebereich einer Waage beginnt mit Ablesbarkeit d1. Nach Verlassen des Feinbereichs ist die Ablesbarkeit d2.